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Das sind die 23 brutalsten und fiesesten Fouls der Fußball-Geschichte

Wir unterscheiden in der Bewertung zwischen Vorsatz oder kein eindeutiger Vorsatz.

Zusätzlich haben wir den beim Gegenspieler angerichteten Schaden und die Bedeutung des Spiels bzw. der Gelegenheit berücksichtigt.

Wir wissen, dass das Ranking subjektiv ist.

Bei den 3 brutalsten und fiesesten Fouls haben wir die Wichtigkeit des Spiels, die öffentliche Wirkung und den Vorsatz besonders stark gewichtet.Es ist ein Foul, das den meisten Fußballfans noch im Gedächtnis sein dürfte. Nicht aufgrund der Härte sondern vielmehr wegen des Resultats. Gemeint ist das des Kolumbianers Juan Camilo Zuniga am brasilianischen Superstar Neymar im Viertelfinalspiel der WM 2014 zwischen Brasilien und Kolumbien in Fortaleza. 

Der Superstar spielte bis dahin ein grandioses Turnier und war der Leistungsträger seiner Mannschaft. Doch im Viertelfinale gegen Kolumbien war plötzlich alles aus. Gegenspieler Juan Zuniga sprang dem Stürmer mit seinem Knie mit voller Wucht in den Rücken und das auch noch kurz vor Schluss. Neymar musste sofort ausgewechselt werden und die WM war für ihn gelaufen. Die Diagnose: Lendenwirbelbruch. Für alle Brasilianer ein großer Schock.

Zwar gewannen sie die Viertelfinalpartie und zogen ins Halbfinale ein, dennoch hatten sie ohne ihren Star keine Chance im Halbfinale gegen Deutschland. Die 7:1-Klatsche gegen die deutsche Nationalmannschaft ist bis heute der größte Makel in der Geschichte der brasiliansichen Nationalelf. Neymar fiel rund zwei Monate aus.Im Bundesligaspiel Borussia Moenchengladbach gegen FC Schalke 04 im Borussia-Park am 25. Oktober tritt der Schalker Mittelfeldspieler Johannes Geis seinen Gegenspieler André Hahn brutal und völlig unnötig ins Bein – zurecht glatt Rot (80.) von Schiri Stark!

Der Gladbacher muss sofort verletzt runter, wird direkt ins Krankenhaus gebracht. Diagnose: Fraktur des Schienbeinkopfes und Riss des Außenmeniskus im linken Knie.

Geis ist nach Ansicht der Bilder selbst erschrocken über sein Vorgehen und entschuldigt sich sofort. Hahn nimmt die Entschuldigung an und kommt zum Ende der Saison 2015/16 stärker als je zuvor zurück.

Er schießt Gladbach fast im Alleingang in die Qualifikation zur UCL. Keine bleibenden Schäden.Auch Niederländer machen keine Gefangenen. Der Stürmer Dirk Kuyt zeigte 2007 beim Spiel zwischen dem FC Everton und dem FC Liverpool, wie Kung-Fu auf dem Platz geht!

Mit beiden Beinen in der Luft und in Schräglag trat Kuyt völlig übermotiviert nach Everton’s Phil Neville.

Zum Glück für Neville traf Kuyt dabei weder Ball noch Gegner.

Der Schiedsrichter hatte für diese sportliche Einlage nur eine gelbe Karte übrig.Es war ein richtiger Knockout, der beim Ligapokalendspiel Chelsea gegen Arsenal im Jahr 2007 passierte. Die Folge war eine schwerwiegende Verletzung bei John Terry, dem Chelsea-Kapitän, verursacht durch seinen Gegner Abou Diaby.

Der Franzose wollte übereifrig den Ball von seinem Tor fernhalten, traf allerdings Terry mit gestrecktem Fuß und Vollspann am Unterkiefer.

Dieser wurde so stark durch den Tritt am Kopf verletzt, dass er seine Zunge verschluckte und kurz aufhörte zu atmen. Schließlich verlor er sein Bewusstsein und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Dieses konnte er allerdings nach nur kurzer Zeit wieder verlassen und trug keine bleibenden Schäden davon. Terry holte sich sogar am selben Tag seine Medaille ab, denn Chelsea gewann das Finale 2:1. Diaby bekam keine Strafe, denn eine Absicht war nicht zu erkennen.Und noch ein Foul bei einem Spiel mit Beteiligung von Chelsea London. Diesmal kam der Übeltäter jedoch aus den eigenen Reihen. Gegen den FC Liverpool leistete sich Blues-Verteidiger José Bosingwa im Jahr 2009 einen bösen Fehltritt.

In der Nachspielzeit sprang der Portugiese völlig überraschend aus dem Hinterhalt Yossi Benayoun mit gestrecktem Bein in den Rücken. Dieser versuchte in der Ecke den Ball von seinen Gegnern fernzuhalten.

Verwunderlich dabei war, dass Bosingwa für diese Aktion noch nicht mal bestraft wurde. Mit englischer Härte hat dies nichts zu tun, eher eine neue Dimension Frust-Foul, denn das Spiel endete für Chelsea mit einer Niederlage.

Immerhin sah Bosingwa im Nachhinein seinen Fehler ein und entschuldigte sich öffentlich. Benayoun verletzte sich glücklicherweise nicht.Er war lange Zeit das Aushängeschild von Englands Rekordmeister Manchester United: Roy Keane. Der Ire fiel aber auch durch Gewalt und Alkoholeskapaden in der Öffentlichkeit auf. Auf dem Fußballplatz war sein Verhalten nicht immer anders – siehe sein Foul gegen Neil Pointen 1994.

Der ManU Leader trat seinem Gegenspieler im Flug so die Beine weg, dass dieser in hohem Bogen zu Boden knallte.

Überraschend: Pointen ließ sich nichts anmerken und spielte weiter, als wäre nichts gewesen. Vielleicht bekam Keane deswegen nur die Gelbe Karte.

Warum Keane dermaßen unkontrolliert reingrätschte, weiß keiner so richtig. Denn immerhin gewann Manchester das Spiel deutlich und klar mit 5:2.Das war ein ganz mieser Start in ein Fußballspiel und dann auch noch im Glasgow-Derby! Noch keine drei Minuten waren bei der Partie Celtic gegen die Rangers 2011 gespielt, als Kyle Bartley mit voller Wucht seine Beine in die seines Celtic-Rivalen Scott Brown rammte.

Hitzige Diskussionen, Rudelbildung und Rangeleien zwischen den Vereinen waren die Folge.

Der Schiedsrichter zog eine schmeichelhafte gelbe Karte und gab einen Freistoß für den Verletzten. Als Entschädigung für das frühe Foul konnte Celtic immerhin einen 3:0-Sieg einheimsen.

Brown blieb glücklicherweise unverletzt.Ein Foul der Marke volle Absicht leistete sich Michael Brown. Für sein Foul im Spiel Fulham gegen Manchester United im Jahr 2006 gab es für den Bösewicht nur die gelbe Karte. In Anbetracht der Bilder zumindest fragwürdig.

Der Engländer sprang gestreckt mit beiden Füßen und von oben auf die Beine des auf dem Boden rutschenden Ryan Giggs.

Geholfen hat diese Attacke nicht, denn Fulham musste am Ende des Spiels eine deutliche 5:1-Niederlage einstecken. Brown war bekannt für sein hartes Einsteigen und wurde dafür auch häufig öffentlich kritisiert.

Insgesamt bekam er über 100 gelbe und 7 rote Karten. Das hätte mindestens eine mehr sein können.Ein Foul, das Fußball-Geschichte schrieb! 1994 musste zum ersten Mal ein europäischer Profispieler für ein Foul ins Gefängnis. In einem Liga-Spiel der Glasgow Rangers gegen die Raith Rovers gab der Schotte Duncan Ferguson seinem Gegenspieler John McStay nach einem harten Zweikampf eine Kopfnuss.

Ferguson flog daraufhin zwar nicht vom Platz, wurde im Nachhinein aber für 44 Tage inhaftiert.

Seiner Karriere tat dies jedoch keinen Abbruch, denn auch danach spielte Ferguson noch weiter bei britischen Vereinen.

Die Tätlichkeit war wochenlang Thema Nummer 1 in den Medien. McStay kam mit einer aufgeplatzten Lippe noch glimpflich davon.Das schlimmste am Foul von Callum McManaman an Massadio Haidara ist wohl, dass es dem Schiedsrichter komplett entgangen war und der Übeltäter ohne Strafe davonkam.

Im Spiel Newcastle United gegen Wigan Athletic im Jahr 2013 foulte McManaman seinen Gegenspieler Haidara, indem er mit gestrecktem Bein voran in den Zweikampf ging.

Haidara zog sich eine Bänderverletzung am Knie zu und fiel knapp drei Wochen aus. Der Schiedsrichter entschuldigte sich im Nachhinein, das Tackling nicht geahndet zu haben.

Insiderwissen: Nach diesem Foul wurde ein Gremium in England eingeführt, das sich Partien nach dem Abpfiff nochmals anschaute und Spieler gegebenenfalls nachträglich sperren konnte.Was für eine Horror-Szene! In der Premier League Partie Stoke City gegen Arsenal London lieferten sich beide Mannschaften 2010 ein hitziges Duell. Besonders Stokes Ryan Shawcross gab dabei alles. Zu viel sogar, denn er zertrümmerte mit einem bösen Foul das rechte Bein seines Gegenspielers Aaron Ramsey.

Der als riesiges Talent geltende Arsenal-Spieler lag am Boden und schrie vor Schmerzen. Minutenlang musste er mit einer Sauerstoffmaske versorgt werden.

Übeltäter Shawcross sah nach seiner Attacke die rote Karte, war aber sofort einsichtig. Er entschuldigte sich umgehend und mit Tränen in den Augen bei seinem verletzten Gegenspieler.

Für Ramsey bedeutete dieses Foul einen Schien- und Wadenbeinbruch und somit auch das Saisonaus. Shawcross musste hingegen nur drei Spiele als Strafe aussetzen. Im Übrigen verzichtete der TV-Sender SkySport auf eine Übertragung der Wiederholung, weil die Bilder zu hart waren.Auch deutsche Profis sind mal Bösewichte. Das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 war ein wahrer Thriller. Am Ende gewann Deutschland gegen Frankreich im Elfmeterschießen. Mitschuld an der Niederlage war aus Sicht der Franzosen der Torhüter Toni Schuhmacher.

In der zweiten Halbzeit sprang dieser nämlich in Patrick Battiston hinein. Der Franzose stand alleine vor dem Tor und war kurz davor den Ball hineinzulupfen. Doch Schumacher traf den Franzosen mit seinem Becken am Kopf und der Ball verfehlte letztendlich das Tor. Battiston blieb daraufhin bewusstlos am Boden liegen und kam mit einem angebrochenen Halswirbel, zwei verlorenen Zähnen und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus. Überraschenderweise wurde die Aktion gar nicht vom Schiedsrichter als Foul gewertet. Der Torhüter bekam sogar noch den Abstoß zugesprochen.

Schumacher musste sich danach harte Kritik gefallen lassen. Nicht nur für seine unrühmliche Rettungsaktion, sondern auch dafür, dass er sich keineswegs um die Gesundheit seines Gegenspielers kümmerte.

Die französische Presse sprach sogar von einem „Attentat auf Battiston“. Vielleicht war die anschließende Finalpleite der Deutschen schlechtes Karma.Roy Keane 2.0. Denn der Ire taucht mehrmals im Ranking auf. Doch während das Foul an Neil Pointen als eher normales Foul ohne komplett miesen Vorsatz zu werten ist, gilt dieses für das Foul an Alf Inge Hallend nicht. Denn das was da im Lokalderby zwischen ManU und ManCity passierte, war ein Foul mit voller Absicht und Ansage. 

Im Jahre 2001 grätschte Keane den Norweger Alf Inge Hallend um. Und das mit voller Absicht, wie Keane später selbst zugab! Grund dafür soll eine Aktion gewesen sein, die sich bereits ein paar Jahre früher ereignet hatte. Denn 4 Jahre vorher wollte Keane auch schon den Norweger foulen, verletzte sich dabei aber selbst am Kreuzband. Außerdem beschuldigte ihn Haaland noch seine Verletzung nur vorgetäuscht zu haben.

2001 folgte dann die Rachetat. Keane wurde nach dem heftigen Foul für drei Spiele gesperrt und bekam eine Geldstrafe von 6000 Euro. Kurz danach schrieb Keane sogar in seiner Autobiographie, das Foul geplant zu haben. Daraufhin wurde der ehemalige irische Nationalspieler erneut bestraft und musste diesmal richtig blechen – mehr als 200 000 Euro.

Böse Zungen behaupten sogar, dass das Revanchefoul das Karriereende für Haaland bedeutete. Denn der Mittelfeldspieler zog sich eine Verletzung am Knie zu und musste wenige Zeit später seine Laufbahn beenden. Das aber ist falsch. Denn erstens konnte Haaland nach dem Foul weiter spielen, zweitens absolvierte er kurze Zeit später noch ein Länderspiel und drittens musste er seine Karriere 2 Jahre später wegen fortgesetzter Probleme am anderen Bein beenden und nicht an dem, welches Keane so übel malträtiert hatte.Eines der unnötigsten aber härtesten Fouls passierte in einer Bundesliga-Partie. Beim Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart 2012 krachte es gewaltig.

Der peruanische Nationalspieler Paolo Guerrero trat den gegnerischen Torhüter Sven Ulreich im Kampf um den Ball an der Eckfahne um. Das schlimme: Guerrero nahm jede Menge Anlauf und senste den Torwart ohne Skrupel um.

Ulreich hatte keine Chance. Der HSV-Stürmer flog sofort vom Platz, war mit dieser Entscheidung aber so gar nicht einverstanden und diskutierte noch rum.

Die DFL sah die Aktion eindeutig und sperrte ihn für acht Spiele. Das ist bis heute die viertlängste Bundesliga-Sperre aller Zeiten!Der ehemalige Bremer und Nationaltorhüter Tim Wiese ist nicht nur Wiederholungstäter, was böse Fouls angeht, er hat auch seine Spezialdisziplin gefunden: den Kung-Fu-Tritt.

2011 – in einem Liga-Spiel von Werder Bremen gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München – wollte der Ex-Torhüter ein weiteres Gegentor seiner Mannschaft verhindern und traf dabei Thomas Müller in feinster Bruce-Lee-Manier. Mit voller Wucht trat Wiese den Stürmer um. Schon im Jahr 2009 machte Wiese mit seinen Kampfkünsten im Spiel gegen den HSV auf sich aufmerksam, als er Ivica Olic traf. Im Gegensatz zu damals sah er allerdings dieses Mal die rote Karte.

Wiese wusste sofort Bescheid und verließ das Spielfeld, noch bevor der Schiedsrichter die Karte zückte.

Drei Spiele lang wurde der ehemalige Nationaltorhüter daraufhin gesperrt. Seitdem trug er den Spitznamen „Kung-Fu-Wiese“. Thomas Müller verletzte sich glücklicherweise nicht und spielte weiter.Er polarisiert wie kein Zweiter. Der portugiesische Nationalspieler Pepe ist für seine aggressive Spielweise bekannt. Im Jahre 2009 leistete er sich allerdings eine Aktion der ganz üblen Sorte.

Im Liga-Spiel Real Madrid gegen FC Getafe foulte er seinen Gegenspieler Casquero im Strafraum und verlor daraufhin die Kontrolle. Pepe beschuldigte den Gegner, sich absichtlich fallen gelassen zu haben und trat daraufhin mehrfach auf den am Boden liegenden Spieler ein. Zusätzlich schlug er sogar noch einen anderen Gegenspieler. Der Innenverteidiger erhielt die rote Karte wegen einer Tätlichkeit und beschimpfte den Schiedsrichter.

Danach wurde er für zehn Spiele gesperrt. Casquero verletzte sich nicht weiter. In den folgenden Jahren fiel Pepe auch immer wieder durch Unsportlichkeiten auf.

Thomas Müller hat die Aggressivität des Portugiesen bei der WM 2014 zu spüren bekommen, als Pepe im Auftaktspiel Portugals gegen Deutschland Rot sah.Dass selbst in einem Vorbereitungsspiel die Nerven durchgehen können, zeigte Kurt Zouma. In einem Vorbereitungsspiel der weniger wichtigen Art ging es in der Partie Chelsea gegen AC Florenz 2015 mächtig zur Sache. Kurt Zouma rammte seinen Gegenspieler Ricardo Bagadur mit voller Wucht um.

Ob dies jugendlicher Leichtsinn des damals 20-jährgen Innenverteidigers war oder ob er seinen Trainer Jose Mourinho beeindrucken wollte, bleibt sein Geheimnis.

Zouma hatte Glück und sah für diese Aktion nur die gelbe Karte. Chelsea verlor das Spiel.

Doch viel wichtiger war, dass sich Bagadur nicht schlimm verletzte und weiterspielen konnte.Es ist die Szene der WM 2006 in Deutschland. Im Finale Italien gegen Frankreich verpasste der Weltfußballer Zinedine Zidane seinem Gegner Marco Materazzi eine Kopfnuss. Der Grund für den Ausraster waren heftige Beleidigungen des Italieners gegen die Familie, speziell die Schwester, von Zidane. Materazzi ging zu Boden, erholte sich aber schnell wieder. Zidane flog vom Platz. Und das Ende der Geschichte?

Italien gewann das Spiel im Elfmeterschießen. Doch darüber redete nach der Partie fast niemand mehr. Zidane wurde für drei Spiele gesperrt und bekam eine Geldstrafe von 7000 Euro. Die Sperre kümmerte den Superstar wenig, da dies sein letztes Spiel überhaupt war. Dem guten Image des jetzigen Trainers von Real Madrid tat der Kopfstoß keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: In der Öffentlichkeit war Materazzi der Buhmann. Zumal der Italiener nachträglich für zwei Spiele gesperrt wurde und eine Summe von 5000 Euro blechen musste.

2010 liefen sich die beiden ehemaligen Nationalspieler zufälligerweise in Mailand über den Weg und versöhnten sich.

Nur weitere zwei Jahre später wurde die Kopfnuss-Szene sogar verewigt. In Paris bildet ein fünf Meter hohes Werk aus Bronze mit dem Titel „Headbutt“ ein Denkmal für die Ewigkeit.

In der Weltmeisterschaft-Qualifikation geht es um viel. Und wenn es dann gegen Serbien geht, ist dieses für Kroatien ein Megaspiel. Trotzdem natürlich noch lange kein Grund dafür, so ein übles Foul zu begehen, wie es Josip Simunic tat.

2013 spielten Kroatien und Serbien um das WM-Ticket für die WM 2014 in Brasilien, als in der Schlussphase Simunic seinen Gegenspieler Miralem Sulejmani absichtlich umsenste. Damit verhinderte der Verteidiger eine gute Torchance und eine mögliche Niederlage seines Teams. Der Kroate sah rot und das auch zu recht, wie er selbst betonte. Trotzdem gab Simunic an, er würde solch ein Foul immer wieder begehen, wenn es um die Entscheidung eine solchen Partie ginge.

Sulejmani kam glücklicherweise nur mit Prellungen und einem geschwollenen Oberschenkel davon. Übeltäter Simunic wurde für mehrere Spiele gesperrt.

Für die Serben war dieses Foul das schlimmste aller Zeiten, denn letztlich schaffte es Kroatien als Zweiter in die Qualifikation und sicherte sich dort die Teilnahme an der WM 2014.Es war zwar nur ein Freundschaftsspiel zwischen dem FC Portsmouth und dem FC Chelsea im Jahr 2010, aber was dort passierte, hatte rein gar nichts mehr mit Freundschaft zu tun.

In der Schlussphase der Partie rammte John Terry seinen Gegenspieler Michael Brown im Strafraum mit einem Kung-Fu Tritt um.

Brown hatte die Chance auf den Ausgleich, was Chelseas Terry unbedingt verhindern wollte. Der Mittelfeldspieler von Portsmouth krümmte sich am Boden vor Schmerzen, während der Verteidiger der Blues wohl ein Einsehen hatte.

Er ging sofort auf den Verletzten zu und entschuldigte sich. Auch der Schiedsrichter ließ die Karte stecken, es war ja „nur“ ein Freundschaftsspiel. Dennoch nahm Terry die Verletzung seines Gegners in Kauf. Brown hatte Glück und konnte nach der Behandlung weiter spielen.Extrem hart. Das beschreibt dieses Foul ganz gut. In einem Liga-Spiel zwischen Manchester City und Portsmouth im Jahre 2006 wurde Pedro Mendes von Ben Thatcher schwer gefoult.

Die Ellbogen-Attacke des linken Verteidigers, ließ Mendes regungslos am Boden liegen. Für kurze Zeit war der portugiesische Nationalspieler sogar bewusstlos.

Thatcher sah nur die gelbe Karte. Sein Opfer wurde hingegen sofort ins Krankenhaus gebracht und behandelt. Jedoch gab es schnell Entwarnung, denn Mendes erholte sich nach kurzer Zeit vollkommen und konnte wieder spielen.

Auch der Übeltäter entschuldigte sich sofort und war einsichtig. Von der FA wurde Thatcher acht Spiele nachträglich gesperrt. Zudem hätte er im Wiederholungsfall innerhalb von zwei Jahren 15 weitere kassiert.Das spektakulärste Foul der Bundesliga-Geschichte ereignete sich 1981 im Spiel Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld. Zwar sah die Aktion an sich__ gar nicht so hart aus, aber die Folgen waren es dafür umso mehr. Norbert Siegmann sprang mit voller Wucht in Ewald Lienen hinein. Der ehemalige Bielefelder fasste sich daraufhin ans Bein. Der große Schock: Zu sehen war eine 25 cm lange offene Wunde am Oberschenkel, bei der der Knochen deutlich sichtbar war. 

Lienen lief erst noch wie im Wahn auf den damaligen Trainer Bremens Otto Rehhagel zu, weil er diesen beschuldigte, Siegmann zum absichtlichen Foul aufgefordert zu haben. Danach sank er mit Schmerzen zusammen und wurde behandelt. Siegmann, der eigentlich als relativ fairer Abwehrspieler galt, sah nur die gelbe Karte. Die Bilder wird wohl kein Fußball-Fan schnell vergessen.

Bis heute ist dieses Foul in jeder Liste der schlimmsten Fouls national wie international zu finden.

Norbert Siegmann wurde daraufhin als „Schlitzer“ bekannt. Der verletzte Lienen wurde mit 23 Stichen genäht und stand nach nur vier Wochen schon wieder auf dem Platz. Die beiden Ex-Profispieler versöhnten sich anschließend nach kurzer Zeit. Das Foul war natürlich unglücklich im Ausgang, die Bilder wirken aber nach.Ein wahrer Bad-Boy mit Bundesliga-Erfahrung ist Nigel de Jong. Der Niederländer ist bekannt für seine rüpelhafte Spielweise und machte schon häufiger durch harte Fouls auf sich aufmerksam. Das bekannteste beging der Niederländer bei der Weltmeisterschaft 2010.

Im Finale gegen Spanien trat er mit offener Sohle und Stollen voran Xabi Alonso in allerbester Karate-Manier gegen die Brust.

De Jong sah nur die gelbe Karte, obwohl die Aktion eine klare Tätlichkeit war. Zudem musste sich der Mittelfeldspieler im Anschluss an das Spiele harte Kritik gefallen lassen.

Aufgrund mehrerer unschöner Aktionen wurde de Jong für die Spiele zur Europameisterschafts-Qualifikation 2012 vom Nationaltrainer Hollands ausgeladen. Xabi Alonso blieb zum Glück unverletzt und tröstete sich mit dem Weltmeister-Titel.


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