Jürgen Wegmann: Erst kein Glück – und dann ganz viel Pech. Die “Kobra” ist arm



Jürgen Wegmann: Erst kein Glück – und dann ganz viel Pech. Die "Kobra" ist arm

2010: Jürgen Wegmann lebt eher schlicht in Essen-Frohnhausen.
2010: Jürgen Wegmann lebt eher schlicht in Essen-Frohnhausen. Foto: Imago Images / Norbert Schmidt
Es gibt Dinge, die ärgern Jürgen Wegmann heute noch viel mehr als seine triste Lebenssituation. „Das ist einer der größten Skandale, die es überhaupt gibt“, wird der „Torschütze des Jahres“ von 1988 auch nach Jahren noch darüber wütend, dass man ihn nach seinem legendären Treffer per Scherenschlag gegen den 1. FC Nürnberg nie ins „Aktuelle Sport-Studio“ des ZDF eingeladen hat.

Ansonsten spricht „Kobra“ Wegmann nur ungern über seine aktive Zeit als Profi bei Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04, dem FC Bayern München, dem MSV Duisburg oder Rot-Weiß Essen.Weil alles so weit weg zu sein scheint. Sein Geld hat Wegmann durch einen aufwändigen Lebensstil und eine teure Ehescheidung verloren. Jürgen Wegmann lebt heute in einer 44-qm-Wohnung in seiner Heimatstadt Essen. Er bezieht Hartz IV. An eine geregelte Arbeit ist bei dem Tor-Helden a. D. nicht zu denken.


„Sieben Stunden Stehen am Stück ging nicht mehr“,


sagt Wegmann über das Ende seines letzten offiziellen Jobs. Als Sicherheitsmann und Promi im FC Bayern-Fanshop im Oberhausener Konsumtempel Centro hat ihm Uli Hoeneß 2008 eine Anstellung verschafft. Die muss Wegmann 2012 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Auch soll er sich mit Bayerns Merchandising-Chef und Urviech Hansi Pflügler (57) nicht unbedingt bestens vertragen haben…

Mit dem Ruhm vergangener Tag spät zu Geld zu kommen, ist nicht die Sache des einstigen Torjägers. Auf den 2004 vom Privatsender RTL ausgelobten „Goldenen Schuh“ für das schönste Tor hat Bayern-Legende Gerd Müller damals verzichtet. Wegmann glaubt bis heute, dass deshalb ihm die Trophäe zusteht. Sie würde ihm einen Millionen-Erlös einbringen, den der ehemalige Ruhrpott-Kicker für wohltätige Zwecke spenden würde. Aber er will nicht nachtrauern.

Für Wegmann sind heute andere Dinge wichtiger als Geld. „Ich will die Anerkennung, die mir zusteht“, sagt er trotzig. Und die hat er sich nicht nur mit seinem Seitfallzieher oder mit den 13 Saisontoren, die Bayern München 1989 zum Deutschen Meister verhelfen, verdient.

Dass bei Borussia Dortmund in den 1990er-Jahren eine neue Ära eingeleitet wurde, verdankt der BVB auch Jürgen Wegmann. Am 19. Mai 1986 erzwingt sein Treffer zum 3:1 in der Nachspielzeit im Relegations-Rückspiel gegen Fortuna Köln für die Dortmunder ein drittes Spiel. Im Rückspiel überrollen sie die ersatzgeschwächten Kölner mit 8:0.

Inzwischen hat Borussia Dortmund Wegmann einen von 100 Sternen auf dem „BVB Walk of Fame“ gewidmet. Auf der Ecke Hohe Straße / Neuer Graben wird für immer an den in letzter Sekunde abgewendeten Abstieg erinnert. Wenn das mal keine Anerkennung ist?

Auch von gut bezahlten Gaga-Auftritten wie dem Dschungelcamp hält Wegmann nichts. Der unbekümmerte Junge aus dem Pott, der nach eigenem Bekunden „giftiger als die giftigste Schlange“ war und die Fußballer-Rhetorik mit zeitlosen Spitzen wie „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“ oder „Wenn ich spiele, wenn ich treffe, dann sind das überirdische Verhältnisse“ bereichert hat, will es auf andere Weise schaffen.


„Vielleicht als Privat-Detektiv wie Columbo“, verrät er mal seine eigenwilligen Berufspläne.

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