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Nein zur Löw! Schalke-Legende Fischer rät Müller von Nationalmannschaft ab

Schalke-Legende Klaus Fischer rät Thomas Müller von einer Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft ab …

Müller, Löw, Bayern, DFB

Jogi Löw denkt über eine Rückbeorderung von Thomas Müller in die Nationalmannschaft nach. Schalke-Legende Klaus Fischer hält das für keine gute Idee …

Klaus Fischer hat in einem Interview mit der Abendzeitung gleich zu zwei Stars des FC Bayern München Stellung bezogen: Robert Lewandowskis Torrekord, und Thomas Müllers Rückkehr in die Nationalmannschaft.

So ist sich der 71-Jährige sicher, dass Robert Lewandowski den Gerd-Müller-Rekord von 40 Toren in einer Bundesliga-Saison knacken wird.

„Ich bin überzeugt, dass er 40 Tore oder sogar mehr schießt, wenn er verletzungsfrei bleibt. Zehn Spiele bleiben ihm ja noch“, erklärte Fischer. „Ich hätte nie gedacht, dass Gerd Müllers Bestmarke tatsächlich mal in Gefahr gerät. Das ist wirklich unglaublich, eine großartige Leistung von Lewandowski. Er schafft es.“

Der ehemalige Mittelstürmer wurde in der in der Saison 1975/76 mit 29 Treffern selbst Torschützenkönig der Bundesliga. In der ewigen Bundesliga-Torschützenliste liegt Fischer mit 268 Toren noch einen Treffer vor Lewandowski. Müller führt mit 365 Toren.

In der deutschen Nationalmannschaft vermisst die Schalker Legende währenddessen einen Angreifer auf Weltklasse-Niveau. „Die Suche nach einem deutschen Topstürmer ist vergleichbar mit der Mars-Mission der NASA. Deutschland hat es über Jahre versäumt, diesen Spielertypen auszubilden. Der letzte ideale Mittelstürmer war Miroslav Klose“, urteilte der 45-malige Nationalspieler.

Fischer glaubt nicht daran „einen wie ihn noch (mal) erleben“ zu können. „Das ist schade. Denn ohne echten Mittelstürmer gewinnst du nichts. 2018 in Russland sind wir auch deshalb in der WM-Vorrunde ausgeschieden.“

 

Müllers DFB-Comeback keine gute Idee

Doch nicht nur der fehlende Mittelsturm stört den ehemaligen Angreifer. Auch das Verhalten von Bundestrainer Joachim Löw gegenüber Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng im Zuge des Neuaufbaus der Nationalmannschaft ging ihm gegen den Strich.
„Diese Maßnahmen sprechen nicht gerade für die Qualität des Bundestrainers. Und Löw hat die Quittung dafür bekommen, sein Team gehört nicht mehr zur Weltspitze. An Müllers Stelle würde ich nicht mehr für Deutschland spielen. Ich hätte den Stolz, Nein zu sagen”, stellte Fischer klar.

Zudem bedauert der langjährige Schalker Profi den Absturz seines ehemaligen Arbeitgebers. „Ich hätte es unheimlich gern, dass Schalke die Klasse hält, aber daran glauben kann ich nicht“, sagte Fischer. „Schalke gehört in die Bundesliga, aber von Tradition allein kannst du nicht leben.“


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