Lothar Matthäus Bundestrainer? – ,,Bereit, unter Bedingungen!”


Will denn niemand Bundestrainer werden? Offenbar doch! Und zwar einer, der als Trainer schon als nicht mehr vermittelbar galt. Lothar Matthäus (59) hat sich ,,unter Bedingungen” bereit erklärt, Jogi Löw als Bundestrainer zu beerben. Es wäre der Höhepunkt seiner unvergleichlichen Fußballlaufbahn. 

In wenigen Tagen wird Lothar Herbert Matthäus 60 Jahre alt. Würde Lothar Matthäus bis dahin vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) tatsächlich zum Bundestrainer berufen werden, würde das sein Lebenswerk, so es dieser Krönung noch bedarf, einmal mehr krönen.

Der deutsche Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (150 Länderspiele) als Nachfolger von Joachim Löw (61) als Bundestrainer? Das hatten schon Weggefährten unter der Woche nicht ausgeschlossen. ,,Als Nachfolger ist Lothar Matthäus prädestiniert”. Das schrieb etwa Jürgen Kohler, mit Matthäus 1990 in Italien Weltmeister, in einer Kicker-Kolumne ,,Der Kokser” weiter. ,,Er verkörpert alles, was man braucht, ist als Fußballer und Medienmensch sehr anerkannt.” Kohler verwies auch auf Matthäus spärliche Erfolge als Trainer. Partizan Belgrad führte er 2003 zur serbischen Meisterschaft und in die Champions-League-Gruppenphase. ,,,Der DFB darf nicht im eigenen Saft schmoren, sondern braucht jemanden, der die Fenster öffnet und durchlüftet – wie Jürgen Klinsmann 2004.” Das schrieb Kohler am Donnerstag.

2004 hatte der DFB Jürgen Klinsmann auf Empfehlung von Berti Vogts und auf Betreiben des legendären Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder (,,MV” ( 1935 – 2015) Welt- und Europameister Klinsmann installiert. Damit kam man im turbulenten Sommer und nach dem Abschied von Interimscoach Rudi Völler der BILD-Zeitung und ,,ihrem” Kandidaten Matthäus zuvor. Klinsmann als Bundestrainer, das war neben der Verpflichtung von Christoph Daum (67) 1990 als Coach des VfB Stuttgart eine der absolut herausragenden Personal-Entscheidungen in Mayer-Vorfelders Funktionärskarriere.

Lothar Matthäus als Bundestrainer? Das befürwortet auch einer, der mit dem legendären Bayern-Profi in der Nationalmannschaft um die gleiche Position konkurrierte. Es ist Olaf Thon (54). ,,Stefan Kuntz hat sich mit guter Arbeit bei der U21 empfohlen.” So schrieb Thon am Donnerstag im Kicker-Sportmagazin. ,,Ich finde aber, dass man auch ernsthaft über Lothar Matthäus nachdenken sollte.” Thon weiter: ,,Im Moment lächeln noch alle, aber er ist ein ausgewiesener Fußballspezialist auf höchstem Niveau.”

Matthäus’ letztes Engagement als Trainer liegt 10 Jahre zurück. 2010/2011 versuchte er vergeblich, die Nationalmannschaft Bulgariens zur EURO 2012 zu führen. Nun scheint Matthäus grundsätzlich bereit, als Nachfolger von Joachim Löw Bundestrainer zu werden. Wenn die Leute im DFB denken, er sei der Richtige, und die Fans ihn wollen, müsse man darüber nachdenken und sprechen. Das sagte der 59-Jährige am Samstagabend im Rahmen der Live-Übertragung Borussia Dortmund – Hertha BSC (2:0) bei Sky.

„Das ist eine Verpflichtung von mir gegenüber dem Fußball.“ So erklärte sich der Weltmeister-Kapitän von 1990. Wenn er gebraucht würde, so räumte Matthäus ein, wäre er zur Stelle „Aber dann musst du überzeugt werden, dann müssen die Leute, die entscheiden, auch überzeugt sein. Dann höre ich mir das an.“ Ein solches Angebot gibt es offenbar von Seiten des DFB nicht.

Bereits abgesagt haben Jürgen Klopp (53), FC Liverpool, und Julian Nagelsmann (33) von RB Leipzig. Hans-Dieter Flick (56) vom FC Bayern München, so hieß es von Seiten des DFB unter der Woche, würde man nicht kontaktieren. Flick selbst vermied am Samstagnachmittag eine klare Absage. Anders als Matthäus hatte sich am Mittwochabend bei Sky Ralf Rangnick (62) live im TV angeboten.

EURO 2000 - Mit Lothar Matthäus

Lothar Matthäus Bundestrainer
Lothar Matthäus und Bundestrainer Joachim Löw am Rande des Freundschafts-Länderspiels Deutschland gegen Brasilien (0:1) am 28. März 2018 in Berlin. Foto: Imago Images / Sven Simon

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