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Mehrseitig

Wenn Star-Fußballer kriminell werden

18 Nov 2000: Paul Dickov of Manchester City argues with David Beckham of Manchester United during the FA Carling Premier League match played at Maine Road in Manchester, England. United won the game 1-0.

Die 16 „bösesten“ Buben der neueren Fußball-Geschichte. Der Fußball hat Helden hervorgebracht. Strahlende und weniger strahlende. Vorbilder und weniger vorbildhafte. Good Guys und Rude Boys. Und während den strahlenden Helden mit dem polierten Image etwas Langweiliges anhaftet, sind die bösen Buben anziehend wie ein Magnet. Mysteriös, unberechenbar und immer ein wenig revolutionär und gegen den Strich gebürstet. Anarchen halt, zügellose und regellose Gesellen, die sich durch keine Macht das Gesetz vorschreiben  lassen. Der Rummelplatz der 16 bösen Fußball-Buben.

Mit der Grundeinstellung sind Konflikte vorprogrammiert. Das reicht von regelmäßigen Ausrastern auf dem Spielfeld bis hin zu schweren Fouls, Handgreiflichkeiten mit  Schiedsrichtern und Eskapaden außerhalb des Platzes mit viel Alkohol, anderen Drogen sowie strafrechtlich relevanten Delikten wie Betrug und Schlägereien. Drama pur.

Viele der Bösewichte hatten einst einen Bilderbuchstart in ihre Fußballer-Karriere – dann kamen die Fehltritte und irgendwann gerieten die bösen Buben aus der Spur. Trunkenheit auf dem Pitch, Schlägereien am Abend nach dem Spiel, Dealings und Wheelings mit lokalen Drogenkartellen, Kung Fu Einlagen im Stadion und Essen als Wurfgeschoss.

Wir haben einige der „bösesten“ Buben der neueren Fußball-Geschichte in unserem Beitrag zusammengefasst, erzählen etwas über die Hintergründe und beschreiben, was an den 16 bösen Buben so interessant und spannend ist (war). Das Faszinosum der Missetat kombiniert mit Können und einer speziellen Attitüde, die sich nur wenige leisten können.Wir starten mit einer Arsenal-Legende, die sich nach der Karriere als Nationalspieler als Geldfälscher, Puffbesitzer und Importeur von exzentrischen Pornos versuchte.

Wir berichten über einen Schalke-Stürmer, der wegen Bankraubs, Einbrüchen, Kokainhandels und Körperverletzungen mehr als 20 Jahre in der Zelle verbrachte. Wir werfen einen Blick auf einen Teilnehmer der WM 2018, einen alten Mexikaner, der seine größten Erfolge in Spanien feierte und heute als eine Art Pate der speziellen Art gilt.

Wir berichten über einen Bundesligaprofi, der komplett auf die falsche Seite des Gesetzes geriet, aber ein Super-Comeback hinlegte. Und wir beschreiben wie ein Superstar im Stadion gerne mal die Sportart wechselte, Kung Fu der besonderen Art.

Insgesamt 16 Geschichten, die es wert sind erzählt zu werden. Ohne moralisierendes Getue und immer mit einem kleinen Augenzwinkern…Im Nachhinein sieht alles entspannter aus…Peter Storey begann seine Karriere in der Jugendmannschaft des FC Arsenal. 1961 kam er zu den Gunners. Vier Jahre später gab der Innenverteidiger sein Debüt gegen Leicester City. Ein guter Start.

Kurze Zeit später wurde „Sneaky Pete“ Stammspieler in London und als solcher vom Verteidiger zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult. Mit dem FC Arsenal gewann er 1970 den UEFA-Cup, und jeweils ein Mal die englische Meisterschaft und den englischen Pokal. 1977 wechselte er für 10.000 £ zum FC Fulham. Nach nur einem Jahr in Fulham beendete er seine aktive Karriere.

International spielte er 19 Mal für die englische Fußballnationalmannschaft. Sein Debüt gab er 1971 gegen Griechenland.

Erfolge

1 × englischer Meister mit dem FC Arsenal: 1971

1 × englischer Pokalsieger mit dem FC Arsenal (1971)

1 × Messepokal-Sieger mit dem FC Arsenal: 1970Das klingt alles wie eine saubere und geordnete Karriere. Doch vielleicht reichte das verdiente Geld eben doch nicht aus, um den Lebensstil, den sich Storey als Profi angewöhnt hatte,  nach der Karriere zu halten. Und womit auch?

Die Steuern im England der 70er Jahre waren zudem exorbitant hoch. Im Jahre 1974 erhöhte sich auf der Insel der Spitzensteuersatz auf 83 %, den höchsten Wert nach dem zweiten Weltkrieg. Er wurde auf Einkommen über 20.000 £ angewendet und konnte sich in Kombination mit einem Zuschlag von 15 % auf so genannte „unverdiente“ Einkommen (Investment und Dividenden) auf einen Grenzsteuersatz von 98 % addieren. 1974 betraf dieser Grenzsteuersatz etwa 750.000 Personen.

Storey schlug jedenfalls eine zweite Karriere der besonderen Art ein und geriet auf diesem  zweiten Bildungsweg auf die schiefe Bahn. Nach seinem Karriere­ende verdingte er sich unter anderem als Puffbesitzer, Autodieb, Importeur von exzentrischen Pornos und unbeholfener Fälscher von Goldmünzen und Banknoten.

1980 nahm ihn die Polizei wegen Münzfälscherei hops. Drei Jahre Haft. Heute ist der Ex-Nationalspieler Taxifahrer.Mickey Thomas spielte für Manchester United und Chelsea London und führte ein extravagantes Leben.

Erst wurde er berühmt, dann musste er eine Zeit lang unter der Brücke schlafen. Er schmuggelte Frauen im Dunklen in die Umkleidekabinen der Stamford Bridge und wurde wegen Geldfäscherei für 1.5 Jahre Gefängnis eingesperrt.

“I still have problems, financial problems,’’ sagte Thomas vor ein paar Jahren englischen Journalisten und fuhr dann fort:

“My life has had some highs and lows. I was a kid growing up on a rough council estate, we didn’t have much money and I was thick. I couldn’t spell – even my own name – so writing off for trials was hard.’’

Mickey Thomas ist irgendwo typisch für einen Teil der Profiszene der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Schlechte Schulbildung, zu wenig während der Profikarriere verdient, um für den Rest des Lebens gar nichts mehr machen zu müssen,  der Wunsch nach Fortführung des hohen Lebensstandards, den ein Profi so hat, keine Chance sich im Medienbereich als Kommentator oder Experte den Lebensunterhalt zu verdienen. Thomas fasste es später so zusammen.

“John Neal (Trainer des FC Chelsea von 1981 – 1985) understood I had demons in my system. I used to hate walking the streets. I felt intimidated.

Although I came over happy, boisterous and cocky, I wasn’t. That was a front. On the opening day of one season for Wrexham, against Walsall, I had an outstanding game, but I couldn’t handle the pressure. I walked out. John found me and brought me back.’’

Heute ist Thomas ein gefragter “after-dinner speaker”, ein Geschichtenerzähler. Standardgag:

“So Roy Keane’s on 50 grand a week? Mind you, I was on 50 grand a week until the police found my printing machine!”

[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-VEREINE” pbgcolor=”#eaeaea” car_navigation_color=”#045100″]Willi Kraus wurde mitten im zweiten Weltkrieg (* 1. Mai 1943) geboren. Er starb am 19. Oktober 2008. Der Stürmer entstammte der Jugend des FC Schalke 04. Dort spielte er unter anderem mit Stan Libuda zusammen.

Da er im Gegensatz zu diesem den Sprung in die erste Mannschaft nicht sofort schaffte, spielte Kraus 1963/64 für ein Jahr beim niederländischen Verein Go Ahead Eagles Deventer. Anschließend wechselte er zu Tennis Borussia Berlin, mit denen er 1965 Meister der Regionalliga Berlin wurde, in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bundesliga jedoch knapp scheiterte. 1966 kehrte Kraus nach Gelsenkirchen zu seinem Stammverein Schalke 04 zurück. Dort wurde er in den Bundesliga-Spielzeiten 1966/67 und 1967/68 ein durchaus wichtiger und anerkannter Spieler. In 36 Bundesligaspielen erzielte er 16 Tore.

Nachdem er seine Spielerlizenz wegen Diebstählen verloren hatte, spielte er in der Saison 1968/69 für Eintracht Gelsenkirchen in der Regionalliga West. Danach beendete er Karriere 1.

Spielerkarriere

1962–1963: FC Schalke 04

1963–1964: Go Ahead Eagles Deventer

1964–1966: Tennis Borussia Berlin

1966–1968: FC Schalke 04

1968–1969: Eintracht GelsenkirchenUnd startete Karriere 2. Für die brauchte er keine Lizenz und wohl auch keine Zusatzausbildung.  

Denn die bestand aus Banküberfällen, Einbrüchen, Kokainhandel, Körperverletzungen, und vielem mehr.

Allerdings stellte sich Kraus hierbei auch so “ungeschickt” an, dass er regelmäßig von den Gesetzeshütern erwischt wurde. Mehr als 20 Jahre verbrachte Kraus am Ende hinter Gittern. Mitspieler blickten in einer Mischung aus Bestürzung und Verwunderung auf den Stürmer zurück.

»Im Trainingslager versteckte Willi eine Pistole unter dem Kopfkissen«, erinnerte sich Günter Herrmann, Nationalspieler in den 60er Jahren und Mitspieler bei Schalke 04..

Ronald „Ronnie“ Wallwork (* 10. September 1977 in Manchester) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler der besonderen Art.

Als zentraler Abwehr- und defensiver Mittelfeldspieler wurde er in seiner Heimatstadt bei Manchester United ausgebildet.

Dort blieb ihm jedoch der sportliche Durchbruch verwehrt und nach diversen Leihstationen versuchte er im Jahr 2002 bei West Bromwich Albion einen Neuanfang.

Nach einer Würgeattacke gegen einen Schiedsrichter im Jahr 1999 in Diensten von Royal Antwerpen war Wallwork kurzzeitig – bis zur teilweisen Aufhebung durch ein belgisches Gericht – lebenslang gesperrt.Nach der Saison 2007/08 beendete Wallwork im Alter von nur 30 Jahren seine aktive Profilaufbahn.

Größter sportlicher Erfolg war in der Saison 2000/01 der Gewinn der englischen Meisterschaft mit Manchester United, als ihn Trainer Alex Ferguson immerhin in insgesamt zwölf Premier-League-Partien einsetzte.

Auch außerhalb des Pitch verlief das Leben Wallworks eher gewalttätig. 2006 attackierte ihn der Ex-Freund seiner Freundin mit einem Messer und 2011 wurde er zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, wegen des illegalen Handels mit Autoteilen.

Die Polizei erwischte ihn, als er in einem gestohlenen Mazda zum Schrottplatz fuhr.Ralf von Diericke spielte als Jugendfußballer bei Schinkel 04, dem Osnabrücker SC und Blau-Weiß Schinkel. Aus der Amateurmannschaft des VfL Osnabrück schaffte er den Sprung in den Profikader und debütierte 1980/81 in der 2. Bundesliga. Anschließend wechselte er in die Oberliga Nordrhein zum Wuppertaler SV, wo er seine wegen des Fußballs abgebrochene Lehre als Großhandelskaufmann wieder aufnehmen und beenden konnte.

Im Sturm neben Jonny Hey war er in der Saison 1982/83 mit 14 Treffern bester WSV-Torschütze. Nach einem erneuten Wechsel bestritt er in der Saison 1983/84 14 Bundesligaspiele für Fortuna Düsseldorf. Gegen Ende der Saison war er jedoch nur noch Reservist. Trotz eines Zweijahresvertrages verließ er Fortuna Düsseldorf, um sich wieder dem Wuppertaler SV anzuschließen. Dieser Vertragsbruch hatte eine halbjährige Sperre zur Folge.

Am 17. Februar 1985 überfiel ein maskierter Mann die Geschäftsstelle des Wuppertaler SV. Dabei schlug dieser eine Sekretärin nieder, sperrte sie in die Toilette ein und raubte die Einnahmen aus dem Kartenverkauf eines Spiels des WSV gegen den FV Bad Honnef in Höhe von 11.000 DM aus dem Tresor. Nach mehrwöchigen Ermittlungen gestand von Diericke, der in dem Spiel als Mittelstürmer zum Einsatz gekommen war, einem Komplizen den Tipp gegeben sowie eine Skizze der Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle geliefert und auch noch selbst Schmiere gestanden zu haben.

Darüber hinaus gab er zu, maskiert und mit einer Gaspistole bewaffnet eine Wuppertaler Spielothek überfallen und dabei 2000 DM erbeutet zu haben. Im September 1985 verurteilte ihn das Landgericht Wuppertal zu sechs Jahren Haft wegen schweren Raubes.Als Stürmer der Gefängnismannschaft spielte von Diericke unter anderem ein Freundschaftsspiel gegen den VfB 06/08 Remscheid, der dadurch auf ihn aufmerksam wurde.

Nachdem ein Gutachten zu einer positiven Sozialprognose kam, wurde er in den offenen Strafvollzug nach Remscheid-Lüttringhausen verlegt und spielte 1987/88 für den Oberligisten, bei dem er auch als Hausmeister beschäftigt war. Anschließend wechselte er, noch immer als Häftling, zu Union Solingen und kam dort in der Saison 1988/89 zu 27 Einsätzen in der 2. Bundesliga.

Nach seiner Haftentlassung war von Diericke für Preussen Krefeld, Sportfreunde Siegen, den VfB Kleve, SV Straelen, Siegfried Materborn und in der Kreisliga B als Spielertrainer bei Rheinwacht Erfgen aktiv.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn trainierte er ab 2006/07 die A-Jugend des Verbandsligisten SV Hönnepel/Niedermörmter und ist heute Versicherungsfachmann.Jonathan Woodgates Karriere begann in der Nachwuchsabteilung des FC Middlesbrough, mit 16 wechselte er zu Leeds United, wo er sein Talent unter Beweis stellte und später auch zum ersten Mal in die englische Nationalmannschaft berufen wurde.

Mal davon abgesehen das seine fußballerischen Leistungen hervorragend waren, agierte er häufig temperamentvoll. Einen der größten Fehltritte leistete er sich gemeinsam mit seinem Teamkameraden Lee Bowyer.

Im Januar 2000 war er gemeinsam mit Bowyer unterwegs in einem Nachtlokal. Vor dem Laden waren die beiden maßgeblich in eine Schlägerei verwickelt, bei der ein asiatischer Student schwere Verletzungen erlitt. Nachdem das erste Gerichtsverfahren im April 2001 noch zu einem vorzeitigen Ende gekommen war, wurde Woodgate in einem zweiten Verfahren, das bis Dezember 2001 andauerte und seine Einsatzmöglichkeiten in der Mannschaft reduzierte, zur Ableistung von 100 Sozialstunden verurteilt und Lee Bowyer von der Anklage freigesprochen.

Der englische Fußballverband sperrte Woodgate in der Folge für weitere Länderspieleinsätze, sodass dieser nach seinem Debüt vorerst zu keinem weiteren Auswahlspiel kam und damit auch eine mögliche Teilnahme an der WM 2002 in Japan und Südkorea verpasste. Auch aufgrund zahlreicher Verletzungen folgten im Nationaltrikot anschließend nur noch sporadische Einsätze.Rafael Márquez debütierte schon im zarten Alter von 17 in der ersten Mannschaft von Atlas Guadalajara und kurz vor seinem 18. Geburtstag lief er erstmals für die mexikanische Nationalmannschaft auf.

Als 20-Jähriger ging er nach Europa, erst zum AS Monaco, dann zum FC Barcelona. Er spielte herausragend, elegant und zuverlässig, konnte das Spiel lesen wie nur wenige andere. Als erster Mexikaner gewann er 2006 die Champions League mit Barca.

Pep Guardiola, der ab 2008 den FC Barcelona trainierte, sagte über ihn: „Durch sein Spiel macht er andere noch besser.“ Márquez heiratete eine beliebte Soap-Schauspielerin, ließ sich scheiden und heiratete erneut, diesmal ein Model. Doch dann traf er eine Entscheidung, die er später als großen Fehler bezeichnen sollte.

2010 ging er nämlich aus Europa weg und wechselte zu den New York Red Bulls. Die New York Times bezeichnete ihn als „Einstein des Fußballs“, doch dann geriet die Karriere ins Stocken.  Er wurde immer unbeliebter bei den Fans, der Mexikaner foulte, fluchte und zettelte Schlägereien an.Mehr als die Hälfte aller MLS-Partien verpasste er. Mal wurde Márquez vom Club suspendiert, mal von der MLS, dann war er wiederholt verletzt und manchmal war es unklar, warum er fehlte. Als er den Club 2012 verließ, waren alle entsprechend erleichtert.

2016 kehrte Márquez zurück zu seinen Wurzeln nach Mexiko zu Atlas Guadalajara, wo seine Karriere einst begonnen hatte und er nun in Ruhe weiterkicken wollte. Doch daraus wurde nichts, da die amerikanischen Behörden eines Tages mitteilten, dass sie alle Konten von Rafael Márquez eingefroren hätten, weil dieser an Drogengeschäften beteiligt gewesen sein soll.

Auch eine von ihm gegründete Fußballschule wurde von den USA auf die schwarze Liste gesetzt. In einer spontan einberufenen Pressekonferenz auf dem Spielfeld von Guadalajara sagte Márquez:

„Das ist das schwerste Spiel meines Lebens, aber ich werde es meistern.“ Zudem bestritt er, jemals etwas mit dem Drogenboss Raul Flores zu tun gehabt zu haben.

Als D-Jugendspieler wechselte Süleyman Koç einst zu Tennis Borussia Berlin. In der Saison 2007/08 spielte er dann in der Oberliga Nordost zunächst für Berlin Ankaraspor 07, in der Winterpause schloss er sich dem Ligakonkurrenten und späteren Regionalligaaufsteiger Türkiyemspor Berlin an, 2010 ging es weiter in die Dritte Liga zum SV Babelsberg 03.

Doch am 18. April 2011 änderte sich plötzlich alles für Koç, denn er wurde von der Polizei verhaftet. Ihm wurde die Beteiligung an mehreren Überfällen mit schwererem Raub und Körperverletzung vorgeworfen.

Im Prozess wurde er Ende 2011 wegen Beihilfe als Fahrer zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt, wodurch Koç bis Juli 2012 nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen konnte.

Ende Dezember 2013 wurde Süleyman Koç aber vorzeitig aus der Haft entlassen – und bekam beim SV Babelsberg eine zweite Chance.Der Deutsch-Türke habe sich im Rahmen seiner Vertragslaufzeit keine Verfehlungen zu Schulden kommen lassen, sondern sei im Kreis der Mannschaftskameraden anerkannt gewesen.

Er bereue nach Wahrnehmung aller Beteiligten in Vorstand und Trainerteam die Beteiligung an den schweren Straftaten ehrlich und sei um Wiedergutmachung bemüht, hieß es auf der Babelsberger Website.

Koç erklärte, dass er bereit und dankbar sei, wieder beim SV Babelsberg spielen zu dürfen. Er sei nach seiner Haftentlassung täglich mehrere Kilometer gerannt, doch es sei etwas ganz anderes, mit einer Mannschaft und dem Ball trainieren zu können.

Mit der Vergangenheit und seiner ehemaligen Bandenclique habe er abgeschlossen. Das demonstrierte er auch in seiner Zeit beim SC Paderborn, mit dem er in der Bundesliga spielte.[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-VEREINE” pbgcolor=”#eaeaea” car_navigation_color=”#045100″]
Paul Dickov durchlief beim FC Arsenal die Jugendabteilung und wurde dort 1992 in die erste Mannschaft geholt. Aufgrund der großen Konkurrenz kam der junge Stürmer kaum zu Einsätzen, was Leihen an Luton Town und Brighton & Hove Albion nach sich zog.

Schließlich verpflichtete Manchester City ihn fest und bei den Citizens wurde er zum Stammspieler und das erste Mal ins schottische Nationalteam berufen. Er spielte insgesamt sechs Jahre für City, war eine wichtige Stütze des Vereins und bei den Fans besonders beliebt. Nach seiner Zeit in Manchester war der Schotte noch für die Blackburn Rovers, Leicester City, Leeds United und Oldham Athletic aktiv.

Und Dickov sorgte gemeinsam mit Frank Sinclair und Keith Gillespie, die sich während eines Trainingslagers mit Leicester im spanischen La Manga offenbar ein Vergehen geleistet haben, für einen echten Skandal. Laut Aussage der drei beteiligten in Deutschland lebenden Afrikanerinnen haben sie sich an den Frauen vergangen. Insgesamt wurden neun Spieler in Gewahrsam genommen, das Gericht in Cartagena behielt zunächst nur Dickov, Gillespie und Sinclair in Haft. Ihnen drohte nach spanischem Recht eine Haftstrafe von bis zu zwölf Jahren.

Nach sieben Tagen im Gefängnis wurden Paul Dickov, Frank Sinclar und Keith Gillespie gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von insgesamt 288.000 Euro aus dem Knast entlassen und flogen zurück nach England. Ihr Blick war leer, als sie in Luton ankamen.Publikumsliebling, Nationalspieler, Alkoholiker, Doppelleben, furchtbare Abstürze. Die Fans nannten Uli Borowka einst die Axt, schließlich war er als Verteidiger in den 1980er- und 1990er-Jahren gefürchtet.

Der kantige Manndecker lernte auf die harte Schule: Als Jüngling bei Borussia Mönchengladbach nahm ihn Trainer Jupp Heynckes nach der offiziellen Trainingseinheit mit in den Strafraum, ließ Flanken in die Mitte schlagen und brachte seinem Schützling in langen, harten Übungsstunden jeden schmutzigen Trick bei, den er in seiner Karriere gelernt hatte. In der Folge wurde Borowka nicht müde, das erlernte Wissen auch einzusetzen. Fortan pflegte er einen so knüppelharten Stil, dass ihn die Fußballerkollegen viele Jahre hintereinander bei der damals noch existierenden Wahl des Magazins „Kicker“ zum unbeliebtesten Spieler der Liga kürten.

Borowka, nicht auf den Mund gefallen, besaß auch Talent in psychologischer Kriegsführung. Vor einem Spiel gegen den FC Schalke nahm der Verteidiger sich Jungstar Olaf Thon zur Seite und knurrte: „Thon, heute breche ich dir beide Beine!“ Borowka wurde mit Werder Bremen zweimal Meister und Pokalsieger, gewann den Europapokal der Pokalsieger. Er war der umjubelte Held der Fans. Doch er hatte auch eine ganz andere Seite, führte ein sogenanntes Doppelleben.

Uli Borowka trank regelmäßig und stürzte immer weiter ab. Im Jahr 1996 war er so weit am Boden zerstört, dass er sich das Leben nehmen wollte, überlebte den Suizidversuch aber. 2000 ließ ihn dann Christian Hochstätter, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, in eine Klink einwiesen ließ. Seitdem ist Borowka „trocken“ und hat einen eigenen Suchthilfeverein gegründet.Sanel Kuljić, dessen Eltern aus Bosnien-Herzegowina stammen, verbrachte seine Kindheit in Salzburg und Grödig. Seine Karriere begann er beim unterklassigen SV Grödig, von wo er 1991 als Kooperationsspieler zur Jugend des SV Austria Salzburg wechselte.

Dort schaffte er den Sprung in die Profimannschaft und feierte als Kaderspieler mit den Violetten in der Saison 1996/97 den Gewinn des österreichischen Meistertitels. Kuljić vermochte sich in der Mannschaft unter Trainer Heribert Weber jedoch nicht durchzusetzen und wurde an den Regionalligisten PSV Schwarz-Weiß Salzburg abgegeben.

Obwohl eine mögliche große Karriere beendet schien, schaffte Kuljić über den Umweg der Regionalliga und der zweiten Liga, wo er bei Vereinen wie SV Pasching, BSV Bad Bleiberg und LASK Linz spielte, den Aufstieg zum Erstligaakteur und österreichischen Nationalspieler. 2004/05 wurde er mit 34 Toren Torschützenkönig der zweiten Liga und nach dem Aufstieg 2005/06 mit 15 Treffern Torschützenkönig in der österreichischen Bundesliga.

Im August 2014 kam es dann aber dick für Sanel Kuljić, denn in Graz begann der Prozess um den größten Fußballskandal Österreichs. Kuljić, Dominique Taboga und Thomas Zündel sowie sieben weitere Beschuldigte mussten sich für die Manipulation von 18 Spielen verantworten. Den Beschuldigten wurde unter anderem schwerer gewerbsmäßiger Betrug, schwere Erpressung, Nötigung und das Bilden einer kriminellen Vereinigung – zum Teil auch als Versuch – vorgeworfen.

Viele der Beschuldigten wurden verurteilt, darunter auch Sanel Kuljić, der in erster Instanz nicht rechtskräftig fünf Jahre Haft aufgebrummt bekam.Kevin Großkreutz wuchs im Dortmunder Stadtteil Eving auf. Er war mit dem Verein Borussia Dortmund stets stark verbunden. Im Alter von sieben Jahren besaß er seine erste Dauerkarte. Und sogar in der BVB-Jugendabteilung spielte er, musste  die Borussia 2002 allerdings wieder verlassen, weil er als zu schmächtig eingestuft wurde.

2009 kehrte Kevin Großkreutz aber zu Borussia Dortmund zurück und war dort sehr erfolgreich, bevor er Dortmund 2015 verließ, zu Galatasaray Istanbul (allerdings ohne Einsatz) ging und von hier weiter nach Stuttgart und Darmstadt zog.

Seine Eskapaden begannen im Jahr 2014 nach dem DFB-Pokal Finale in Berlin, wo er sturzbetrunken in einem Berliner Hotel in die Lobby urinierte. Einen weiteren Vorfall gab es in Köln, wo er einen Fan mit einem Döner beworfen haben soll.

Wegen dieser Aktionen wurde Kevin Großkreutz vom britischen Guardian Ende 2014 in der Liste der zehn unfairsten Sport-Persönlichkeiten aufgeführt. Für sein Verhalten nach dem Pokalspiel entschuldigte sich Kevin Großkreutz, Borussia Dortmund verhängte dennoch eine Geldstrafe von 60.000 Euro. Großkreutz macht sich auch bei Instagram wegen seiner oft abfälligen Posts über verschiedene Vereine keine guten und neuen Freunde.Abseits vom Fußballgeschäft, fast unbemerkt, endete das tragische Leben eines der talentiertesten deutschen Mittelfeldspieler der Neunzigerjahre. Aus einer hoffnungsvollen Fußballerkarriere wurde ein trostloses Dasein am Rande der Kriminalität.

Der Essener Andreas Sassen kam 1990 über Bayer 05 Uerdingen in die Bundesliga. Zwölf Tore in 66 Liga-Einsätzen für die Krefelder machten den Hamburger SV auf ihn aufmerksam. In Hamburg sorgten Sassen und Harald „Lumpi“ Spörl für einen der größten Skandale der HSV-Geschichte.

Die beiden nahmen sich nach einer ausgiebigen Zech-Tour über die Reeperbahn mit der kultigen Box-Kneipe „Ritze“ als Endstation einen türkischen Taxifahrer vor – und verprügelten ihn. Sassen wurde mit 6.200 Euro vom HSV zur Kasse gebeten, „Taxifahrn mit Sassen“ wurde zu einem Hit in der Westkurve im alten Volksparkstadion. Nach dem Skandal und nur einer Spielzeit war für Sassen in Hamburg Schluss. Dynamo Dresden holte ihn für 350.000 Euro. Auch hier konnte es „Wodka-Andy“, wie der trinkfeste Mittelfeldmann nicht mehr nur unter vorgehaltener Hand genannt wurde, nicht lassen. Eine Kneipentour mit dem späteren australischen Nationaltorhüter und WM-Teilnehmer Mark Schwarzer brachte ihm in Dresden eine weitere Suspendierung ein.

Trainer Horst Hrubesch warf den bis dahin teuersten Neuzugang der Dynamo-Historie im März 1995 raus. Nach einem halben Jahr im ukrainischen Exil bei Dnipro Dnipropetrowsk kehrte Sassen zur inzwischen zweitklassigen SG Wattenscheid 09 zurück – und setzte noch einen Skandal drauf. Beim Trainingslager der SGW an der Algarve brannte er mit einer Bardame durch, war tagelang verschwunden. Die Mannschaft reiste ohne ihn zurück nach Deutschland, wo seine Frau gerade ein Kind auf die Welt gebracht hatte. Einen neuen Club fand Sassen danach nie mehr. Jahre später überfiel er mit einer Gaspistole eine Kneipe. Hilfsgärtner beim Grünflächenamt der Stadt Essen – das war die letzte offizielle Berufsbezeichnung von Andreas Sassen, der am 17. Oktober 2004 mit nur 36 Jahren einem Gehirnschlag erlag.[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-VEREINE” pbgcolor=”#eaeaea” car_navigation_color=”#045100″]
Der im Osten Londons in Barking geborene John Terry erlebte seine fußballerisch ersten Schritte bei einem kleinen Verein mit dem Namen Senrab FC. Im Alter von 14 Jahren schloss sich Terry der Jugendabteilung des FC Chelsea an. Dabei entwickelte er sich zunächst zu einem robusten Mittelfeldspieler, bis eine personelle Notsituation dafür sorgte, dass er als Innenverteidiger auflaufen musste.

In der englischen Nationalmannschaft kam Terry am 3. Juni 2003 im Freundschaftsspiel gegen Serbien und Montenegro das erste Mal zum Einsatz und zur Euro 2004 in Portugal wurde er in den englischen Kader berufen. Seinen Platz in der englischen Nationalmannschaft festigte er fortan und am 10. August 2006 wurde Terry von Englands neuem Trainer Steve McClaren als Nachfolger von David Beckham zum Mannschaftskapitän der Nationalelf ernannt.

Aber: John Terry war nicht immer so ein Musterschüler, er hatte auch seine Aussetzer. Wie im Februar 2012. Da musste er auf Veranlassung des Verbandes sein Kapitänsamt wegen gegen ihn erhobener Vorwürfe von Rassismus gegen Anton Ferdinand abgeben. Mitte Juli 2012 wurde Terry gerichtlich von den Rassismusvorwürfen freigesprochen.

Diese Geschichte ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs, insgesamt soll Terry seine Ehefrau Toni innerhalb von elf Jahren mit mindestens zwölf Frauen betrogen haben. Darunter mit einem Teenager auf dem Rücksitz seines Bentleys und mit einer Dame auf Krücken in einer Nachtclub-Toilette.Eric Daniel Pierre Cantona begann seine Profikarriere bei AJ Auxerre, wechselte danach zu Olympique Marseille und war zwischenzeitlich mehrfach an kleinere Vereine ausgeliehen. Trotz seiner sportlichen Erfolge wollte ihn Anfang der 1990er-Jahre kein großer französischer Verein mehr haben. Grund dafür waren seine zahlreichen Auseinandersetzungen mit Schiedsrichtern, Trainern, Vereinsführungen und dem französischen Verband.

Cantona wollte schon seine Profikarriere aufgeben und die Schuhe an den Nagel hängen, doch der damalige französische Nationaltrainer konnte ihn davon überzeugen, nach England zu wechseln und es dort als Profifußballer zu probieren. So ging er 1992 auf die Insel zu Leeds United und gewann gleich im darauffolgenden Sommer die Meisterschaft. Im November 1992 wechselte er zu Manchester United, wo sein rasanter Aufstieg begann, aber auch sein Image als Bösewicht aufblitzte. Bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA waren zwar weder England noch Frankreich dabei, aber das stellte für Cantona noch lange keinen Grund dar, nicht mitzumischen. Er legte sich mit der amerikanischen Polizei an und wurde als Zuschauer verhaftet. Das machte sich prima im Lebenslauf. Auch seine Bilanz auf dem Platz zwischen 1993 und 1995 kann sich sehen lassen: vier rote Karten in nur zwei Premier-League-Spielzeiten. Und dann kam dieser bitterkalte 25. Januar 1995. Es ist kurz nach 21 Uhr. Matthew Simmons sitzt auf der Haupttribüne des Selhurst Park Stadium in Crystal Palace („Kristallpalast“). Ihm ist kalt und er muss dringend zur Toilette. Simmons begibt sich um insgesamt 14 Sitzreihen nach unten.

Auf dem Spielfeld wird gerade Eric Cantona von Schiedsrichter Alan Wilkie mit der Roten Karte verabschiedet, nachdem er seinen Gegenspieler Richard Shaw übel zusammengetreten hat. Simmons erreicht die Bande, während Cantona wütend vom Platz stapft. Es wird eine schicksalhafte Begegnung. Von einer Sekunde auf die nächste wird Cantona zur Furie. Er springt hoch, tritt Simmons und stürzt auf ihn. „Der Kerl hat meine Mutter beleidigt“, begründet Eric Cantona wenig später vor Gericht den schlimmsten Ausraster der englischen Fußball-Geschichte, „das konnte ich nicht durchgehen lassen.“ Simmons soll Cantona „rassistische Beleidigungen der schlimmsten Art” (The Observer) zugerufen haben. „Französischer Bastard“ soll noch das Harmloseste gewesen sein.

Nachdem sich Cantona und Simmons ineinander verhakt haben, klinkt sich auch noch Paul Ince in die Schlägerei ein und darf sich als Belohnung dafür zusammen mit Cantona wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Gehetzt von den Medien ziehen Cantona und Ince am Abend vor dem Gerichtstermin ins Park Hotel in Croydon. Hier erlebt Paul Ince am nächsten Morgen eine Überraschung. Cantona steht vor seiner Tür. Er trägt ein Sakko, sein Hemd steht komplett offen. Ince: „Ich sah ihn an und meinte: Eric, so kannst du nicht vor Gericht erscheinen. Er meinte nur: Ich bin Cantona, ich kann vor Gericht erscheinen, wie es mir passt.“ Ince überredet seinen Mitspieler dann irgendwie doch, mit Schlips und Kragen vor Gericht aufzulaufen.Roy Keane entstammt einer Arbeiterfamilie aus Mayfield, einem Vorort der Stadt Cork. Was ihn wahrscheinlich so einzigartig machte: Der junge Roy war ein begeisterter Sportler, der Fußball und Boxen liebte, jedoch mehr Talent beim Fußball besaß.

Nach dem Schulabschluss nahm Keane nur Gelegenheitsjobs an, um auch weiterhin genügend Zeit für den Fußball zu haben. Als Entdecker von Roy Keane gilt Eddie O’Rourke, der Ende der 1980er-Jahre Jugendtrainer der Cobh Ramblers war. Dieser überzeugte Keane zum Wechsel und schnell stieg der Neuling in der Gunst der sportlichen Führung des irischen Erstligisten auf. Roy Keane spielte anschließend für Nottingham Forest, wo er sehr gute Leistungen zeigte und schon bald seinen Stammplatz bekam. Seinen richtigen Durchbruch hatte er Anfang der 1990er bei Manchester United. Mit ManU gewann er einige Titel und zeigte immer wieder sein großes Talent. Er galt als treibende Kraft und verlängerter Arm von Trainer Alex Ferguson. Innerhalb der Mannschaft war er die dominierende Figur und unangefochtener Leitwolf, der rigoros dafür sorgte, dass unter den Spielern ein hohes Maß an Motivation herrschte.

Äußerst berüchtigt waren seine cholerischen Ausbrüche auf und neben dem Platz. So bekamen viele seiner Mitspieler häufig seine wütenden Attacken zu spüren, wenn sie sich seiner Meinung nach nicht richtig ins Zeug legten. Nach der offiziellen Manchester-United-Meisterfeier im Mai 1999 zog es Roy Keane gemeinsam mit David Beckham, Andy Cole, Dwight Yorke und Gary Neville zu später Stunde noch in die Henry´s Bar.

Keanes Flirtversuche mit zwei anwesenden Damen entpuppten sich als wenig erfolgreich, was den Mittelfeldmann auf die Palme brachte. Er trat eine der Damen, schüttete der anderen sein Bier über den Kopf, wurde schließlich von der Polizei in Gewahrsam genommen und verbrachte die Nacht in der Arrestzelle. Verurteilt wurde er dafür nicht. Eine besondere Feindschaft pflegte Keane zu Alf-Inge Haaland. Die Geschichte begann 1997 mit einem Foul von Keane im Manchester-Derby. Bei einem eigentlich harmlosen Zweikampf mit Haaland riss Keane das Kreuzband. Am Boden liegend wurde er aber von Haaland als Schauspieler bezeichnet. Keane konnte das nicht auf sich sitzen lassen und foulte den Norweger absichtlich und gezielt beim nächsten sportlichen Aufeinandertreffen. Diesmal verletzte sich Haaland schwerwiegend am Knie. Keane wurde für insgesamt acht Spiele gesperrt und bekam eine saftige Geldstrafe.


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