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Rückkehr? Bayern-Star Thomas Müller spricht über die Nationalmannschaft

Thomas Müller Bayern Nationalmannschaft

Thomas Müller (31) gehört beim FC Bayern München zu den Spielern, die sich immer stellen. An guten Tagen. An schlechten – und auch nach weniger guten Spielen. Nach dem 1:1 (0:1) am Samstag gegen Werder Bremen bezog der Weltmeister Stellung. Zur Nationalmannschaft und zu möglichen Comeback-Plänen.

Man hat dieser Tage den Eindruck, als könnten nur Thomas Müller, Jérome Boateng und Mats Hummels die Nationalmannschaft retten. Die Weltmeister, alle über 30 stehen hoch im Kurs. Bei den Fans, den Medien und den Kritikern von Jogi Löw. Nur eben bei Löw selbst nicht, der eine Wende zum Guten nicht von einer Rückhol-Aktion des Trios abhängig macht. Das ist einerseits klug von ihm. Holt Löw Müller, Boateng und Hummels in die Nationalmannschaft zurück, macht er sich unglaubwürdig. Dann kann er auch gleich gehen. Berti Vogts erging es 1998 ähnlich. Den bei Bayern stark zurückgekehrten Stefan Effenberg holte er zurück. Obwohl er 1994 nach Effenbergs ,,Stinkefinger-Affäre” beteuert hatte, ,,Effe” würde nie wieder für Deutschland spiele. So lange er in der Verantwortung steht. Vogts holte Effenberg zurück. Wieder klappte es nicht – und kurz darauf warf er hin. Das Szenario kennt wohl auch Joachim Löw.

Das Verhältnis zwischen Löw und Müller ist nach der Ausbootung im März 2019 deutlich abgekühlt. Doch die Nationalmannschaft ist dem Bayern-Star nicht egal. Müller schlug am Samstagabend nachdenkliche Töne an. Zum 0:6-Debakel in Spanien sagte er: ,,Man leidet natürlich für seine Mitspieler im Verein, mit den Spielern, die man kennt, mit denen man zusammengespielt hat – und auch ein bisschen mit den Zuschauern.” Eine Spitze gegen Löw bei Sky. Denn das Müller-Mitleid mit dem Bundestrainer hält sich offenbar in Grenzen…

,,Ich habe das Gefühl“, sagte der Mittelfeldspieler von Bayern München, dass der deutsche Fußball-Fan sich danach sehnt, dass es wieder gut läuft, dass wieder Schwung ist.” Das sagte Müller weiter bei Sky. ,,Das tut einem sicherlich weh, aber der Hauptfokus liegt auf dem Verein”, erklärte der 31-Jährige.

Müller stellte mit Blick auf Boateng (Bayern) und Hummels (Bor. Dortmund) aber auch etwas anderes klar. ,,Niemand von uns ist zurückgetreten”, betonte der Weltmeister von 2014. ,,Wir sollten uns bei der Nationalmannschaft aber anschauen, was auf dem Platz passiert anstatt über Spieler und Rückkehrer zu sprechen”, mahnte Müller. Nach einem echten Comeback-Angebot klingt das nicht…


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