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Bundesliga-Geschichte – Bayern zerlegt BVB: Das deutsche Clasico wird zum Desaster

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Bundesliga-Geschichte – Bayern zerlegt BVB: Das deutsche Clasico wird zum Desaster

Heute am 31. März in der Bundesliga: Als das Classico gegen München für Dortmund zum Desaster wird …

Bester Stoff für Bundesliga-Junkies auf Entzug: Was geschah am 31. März in der deutschen Fußball-Eliteklasse?

Selbst in ihrer Rekordsaison 1972/73 können sich die souverän vorweg spazierenden Bayern die Reise nach Duisburg sparen. Beim MSV bleiben sie auch im achten Versuch sieglos, diesmal sorgen Ronny Worm und Klaus Wunder für eine 0:2-Niederlage. Wie so oft kauft der eisenharte MSV-Verteidiger Detlev Pirsig Bomber Gerd Müller den Schneid ab. „Der Gerd hat Angst“, lässt sich ein Mitspieler im Kicker nur anonym zitieren. Trainer Udo Lattek wird etwas deutlicher: „Dieses Spiel hat der Sturm verloren.“ Die Bayern nehmen es dennoch gelassen. Was soll schon passieren bei sieben Punkten Vorsprung vor Aufsteiger Wuppertaler SV, der gegen den 1. FC Köln auch im 59. Heimspiel (!) in Folge ungeschlagen bleibt (2:2)?

Ein bedeutungsloses Nachholspiel am 31. März 1979. Zwischen Eintracht Braunschweig und Arminia Bielefeld (5:2) sorgt Eintracht-Stürmer Harald Nickel dennoch für Erstaunen. Er verwandelt zwei Elfmeter, beide aus der Stand. Es wird sein Markenzeichen, aber in Mode kommt es nicht.

In München wird 1984 das Spiel der 3 sein erstes Bundesligator und schießt diesen damit nach 17 Jahren wieder auf einen Abstiegsplatz.

Im Abstiegskampf 1995/96 fallen die Trainer am 31. März wie Dominosteine: drei in acht Tagen. Nach Friedel Rausch in Kaiserslautern und – am Vortag – Charly Körbel in Frankfurt erwischt es nun Stefan Engels in Köln. Auch weil sein FC gegen eine Mannschaft mit neuem Trainer verliert – 0:1 gegen Kaiserslautern. So einen Effekt wollen sie jetzt auch am Geißbockheim. Zwei Tage nach der Pleite präsentiert Präsident Klaus Hartmann Peter Neururer. Wie Körbel hat auch Engels in der Bundesliga nur für einen Verein gespielt, den 1. FC Köln. Schwere Zeiten für Idole.

3 trennt sich am 31. März 1998 von Norbert Meier, dessen erste Trainerstation nach vier Monaten beendet ist. Er ist schon der zweite Mann auf der Borussen-Bank, der 1997/98 früher gehen muss. Friedel Rausch übernimmt den Sorgenfall. Zum Abschied gibt es immerhin warme Worte, Präsident Werner Jacobs attestiert Meier „große Fachkompetenz und glänzende Spielanalyse“. Wenn schon Rauswurf, dann so…

In Bremen überschlagen sich an Ostersonntag 2002 gegen Spielende die Ereignisse. Bis zur 90. Minute führt Hansa Rostock bei Werder mit 3:2, da glückt dem bei einer Ecke vorgeeilte Bremer Keeper Frank Rost das 3:3. Erst das zweite Torwarttor der Bundesliga, das kein Elfmeter ist! Einen Elfmeter kriegen sie auch noch: Während Hansas frustrierter Trainer Armin Veh schon in der Kabine sitzt, verwandelt Ailton zum 4:3. Obwohl definitiv kein Augenzeuge zumindest dieser Szene, kommentiert Veh die Leistung von Referee Peter Sippel heftig: „Beschiss ohne Ende.“Leverkusens Fans haben 2012 die Schnauze voll und verkünden das auf besonders kreative Weise. Nach der 0:2-Heimpleite gegen den SC Freiburg fordern sie im Chor „Wir wollen den Trainer sehen“ und meinen das Gegenteil. Robin Dutt, für eine Serie von fünf Niederlagen verantwortlich,  wollen sie nicht mehr sehen. Der Wunsch wird ihnen erfüllt, es ist Dutts letztes Spiel. Am nächsten Tag tritt er zurück.

Der Classico 2018 spottet jeder Beschreibung. Tabellenführer Bayern München zerlegt Borussia Dortmund, immerhin Dritter, mit 6:0. Ein siebtes Tor annulliert der VAR. Schon zur Pause (5:0) ist die Luft raus aus dem Spiel, das in rund 200 Länder übertragen wird. Und das in Spiel eins unter dem neuen BVB-Berater Matthias Sammer! BVB-Trainer auf Abruf, Peter Stöger, stellt sich nach seiner ersten Niederlage selbst in Frage: „Wir müssen an allen Rädern drehen, das gilt auch für die Position des Trainers.“

Auf Schalke gibt es den seltsamsten Platzverweis der Saison für Freiburgs Nils Petersen. Der sieht wegen Meckern Gelb-Rot, angeblich ohne von der ersten Gelben gewusst zu haben. Die hat ihm Tobias Stieler zwei Minuten zuvor gezeigt, als sich Petersen längst abgedreht hatte. Seine Folgerung: eine Karte, die man nicht sieht, hat es nicht gegeben. Stieler sieht das anders. Vier Mann müssen Gästetrainer Christian Streich davon abhalten, auf den Schiedsrichter loszugehen. Auf die Tribüne muss er trotzdem. Streich: „Ich habe gar nicht überreagiert. Ich habe ein Schimpfwort benutzt…“.[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” loadmore=”yes” grid_link_target=”nw” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post” grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”Mehr Stories von Ligalivenet”]


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