BVB-Star Marco Reus: Ratlos in Belfast!


Diese Geste von Marco Reus beim EM-Qualifikationsspiel Nordirland gegen Deutschland spricht Bände.
Diese Geste von Marco Reus beim EM-Qualifikationsspiel Nordirland gegen Deutschland spricht Bände...(Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

,,Diese Analyse dürfte BVB-Fans bekannt vorkomnen“, schreibt das Portal derwesten.de am Dienstag nach dem 2:0 (0:0)-Arbeitssieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Belfast gegen Nordirland.

Das anschließende Interview mit BVB-Star Marco Reus (30) erinnert an die jüngste Darbietung der Dortmunder in der Bundesliga: 1:3 bei Aufsteiger Union Berlin, neue Saison, alte Probleme. Mit wenig Kampfkraft und kaum sichtbarem Willen zum Sieg, vielen Abspielfehlern und haarigen Nachlässigkeiten bei Standardsituationen verliert der Transfer-Meister des Sommers ein Spiel, das er nie verlieren darf.

Das alles erinnert fatal an die vergangene Saison, als die Borussia gegen die vermeintlich ,,kleinen“ Gegner FC Augsburg, Fortuna Düsseldorf (jeweils 1:2), 1. FC Nürnberg und Hannover 96 (jeweils 0:0) so viele Punkte liegen ließ, dass es am Ende trotz zwischenzeitlicher 9 Zähler Vorsprung vor dem FC Bayern München nicht zur Meisterschaft reichte.

Wie der BVB tritt dieser Tage auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf – und man wollte am Montagabend fast eine Wiederholung des Reus-Statements bei Sky nach dem Spiel in Berlin direkt neben das Interview mit dem Nationalspieler in Belfast legen. Die Aussagen sind deckungsgleich – und treffen auf den BVB und den DFB zu!

Marco Reus schlug nach der 1:3-Niederlage von Borussia Dortmund bei Aufsteiger 1. FC Union Berlin Alarm....
Sehen wir diese Pose jetzt nach jedem BVB-Auswärtsspiel? Marco Reus schlug nach der 1:3-Niederlage von Borussia Dortmund bei Aufsteiger 1. FC Union Berlin Alarm.... (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Der BVB und ,,Die Mannschaft" stoßen hoch angreifende Gegner an ihre Grenzen...

Nico Schulz von Borussia Dortmund (vorn) erlebte mit Deutschland gegen Holland (2:4) in Hamburg einen rabenschwarzen Abend.
Nico Schulz von Borussia Dortmund (vorn) erlebte mit Deutschland gegen Holland (2:4) in Hamburg einen rabenschwarzen Abend. (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)
Marco Reus bringt das ganze Dilemma nach dem Spiel in Belfast nun bei RTL auf den Punkt.

„In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, da war es ein Spiel auf einem Level“, sagt der BVB-Star dem ausführenden Sender für die deutschen Pflicht-Länderspiele, ,,der Gegner hat uns extrem hoch angegriffen. Und Spiel kam dadurch nicht zustande“, so Reus: „Es war sehr schwierig. Das hat dann auch mit Bewegung zu tun.“

Konkret spricht Reus Riesenchance von Conor Washington an, der kurz vor der Pause aus einem Meter Entfernung freistehend vor dem Tor den Ball nicht richtig trifft. „Wenn er da nicht ausrutscht, stehts 1:0“, so Reus.

Die Probleme die ,,Die Mannschaft“ mit einem kampfstarken, zähen Gegner wie den ,,Boys in Green“ am Montag hat, kennt man auch bei Borussia Dortmund. Entsprechend ähnlich fällt die Analyse von Marco Reus aus – und man denkt sich, dass man das alles schon mal irgendwo gehört hat. Nur eben anders…

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Reus: ,,Holland-Spiel steckte noch in den Köpfen"

Timo Werner (r.) konnte auch in Nordirland im deutschen Spiel keine offensiven Akzente setzen.
Timo Werner (r.) konnte auch in Nordirland im deutschen Spiel keine offensiven Akzente setzen. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Die Probleme zu Spielbeginn, so sieht es jedenfalls Reus, haben auch  damit zu tun, dass die deutschen Spieler gedanklich womöglich noch mit der Pleite gegen die Niederlande (2:4) beschäftigt sind.

,,Wir mussten die Niederlage gegen Holland erst mal verarbeiten“, so Reus bei RTL, ,,da haben wir nicht so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Wir wollten gegen Nordirland eine Reaktion zeigen. Das ist uns in der 2. Halbzeit gelungen. Da haben wir gesehen, welches Potenzial wir haben.“

Spielerisches Potenzial hat ,,Die Mannschaft“ ohne Frage – und das hat auch Borussia Dortmund. Die Elf von Trainer Lucien Favre (61) gilt in der Bundesliga als ein Synonym für attraktiven Fußball. Doch in Berlin zeigt sie – wie zuvor in Köln – die altbekannten Schwächen.

Nach der 1:3-Pleite in der Alten Försterei und unmittelbar vor der Abreise zur Nationalmannschaft nach Hamburg schlägt Reus schon Alarm:  ,,,Ich glaube, wir denken, dass wir mit der Qualität im Kader die Spiele locker gewinnen können. Wir müssen aufhören, daran zu glauben.“

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