Keith Gillespie: Wie versenkt man mehr als zwölf Millionen Euro?



Keith Gillespie: Wie versenkt man mehr als zwölf Millionen Euro?

Keith Gillespie (Sheffield United) am Boden.
Keith Gillespie (Sheffield United) am Boden. Foto: Imago Image / Sportimage
Die Klasse von 1992 schafft es sogar in die Kinos. Die Geschichte von Manchester Uniteds legendärer Jugendmannschaft, die erst den FA Youth Cup gewinnt und dann auszieht, um Fußball-Europa zu erobern, kommt Ende 2013 unter der Regie von Gabe Turner auf die Leinwand.

Die Mega-Stars von damals um David Beckham, Ryan Giggs und Gary Neville genießen das Blitzlichtgewitter und dem Rummel auf dem roten Teppich. Einer aber fehlt.

Es ist Keith Gillespie. Der ehemalige Mittelfeldspieler aus Nordirland hat zu diesem Zeitpunkt andere Probleme. Zwei Jahre vor Erscheinen des Films hat er seine komplette Pleite eingestanden. Gillespie gehört wie Beckham oder Giggs zur „Klasse von 1992“ – doch wenn man die Halbstarken auf dem Teamfoto mit ihren Boygroup-Frisuren durchgeht, gehört er in die Rubrik „Konnte sich nicht durchsetzen.“ Zwar debütiert Gillespie schon mit 17 für die „Red Devils“, doch auf seiner Stammposition im rechten Mittelfeld macht er bis 1995 lediglich neun Liga-Spiele.

Nach einem Leih-Geschäft mit Wigan Athletic wechselt er im Sommer 1995 für fast neun Millionen Euro Ablöse zu Newcastle United. An der Tyneside läuft es besser: 113 Liga-Spiele für die „Magpies“, 15 Auftritte im Europapokal und zwei Mal Vizemeister.

In Newcastle feiern sie ihn schon als „neuen George Best“. Doch ähnlich wie der große Nordire, der bei Manchester United das Leben eines Rockstars führte, gerät auch Gillespie rasch in die Abwärtsspirale des Geschäfts.

„Ich habe relativ früh damit angefangen, meinen Wochenlohn zu den Buchmachern zu tragen“, erklärt der in der Nähe des berüchtigten nordirischen Gefängnisses The Maze aufgewachsene Gillespie dem Daily Telegraph, „als ich dann plötzlich 20.000 Pfund pro Woche verdiente, fühlte ich mich wie ein Lottogewinner.“

Dumm nur, dass Lotto King Keith diese Gewinne entweder verspielt oder schlecht in Immobilien und erfolglose Filmprojekte investiert. „Ich weiß, dass es vielen Spielern ähnlich geht“, sagt Gillespie, „sie bekommen eine Menge Geld, fangen an zu zocken.

Als ich nach Newcastle kam, war ich sehr einsam. Ich kannte niemanden – und ging stattdessen ins Wettbüro.“ Das bringt zwar das Ende der Einsamkeit, aber auch Verluste von bis zu 50.000 Euro pro Tag. Und unter dem Strich stehen fast zwölf Millionen Euro, die er verramscht. Die lesenswerte Erkenntnis aus dem finanziellen Totalschaden ist Gillespies Buch How not to be a Football Millionaire. Wie man eben nicht Fußball-Millionär wird…

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