Bundesliga-Geschichte – Als Schalke Rudi Assauer gedachte


Bester Stoff für Bundesliga-Junkies auf Entzug: Was geschah am 05. Mai in der deutschen Fußball-Eliteklasse?

Bayern München feiert 1973 die bis dahin früheste Meisterschaft der Bundesliga, schon am 30. Spieltag. Gegen Kaiserslautern kommt die Elf von Udo Lattek zu ihrem mühelosen 6:0, Torschützenkönig Gerd Müller schlägt fünfmal zu und stellt seinen persönlichen Rekord ein. Es ist der 25. Heimsieg in Folge für die Bayern, das langweilt selbst die eigenen Fans. Zur Meisterkrönung bleiben 50.000 Plätze im Olympiastadion leer.

Charly Körbel ist 1984 ein Idol für Eintracht Frankfurt und ein Vorbild an Einsatz. Gegen den 1. FC Nürnberg übernimmt der Vorstopper sogar das Toreschießen und trägt mit zwei Treffern zum 3:1-Sieg bei, der die Chancen auf den Klassenerhalt erhöht und zugleich Nürnbergs Abstieg bedeutet. Er selbst kann im Endspurt 1983/84 nicht mehr helfen, erleidet einen Schienbeinbruch. „Über den Sieg freute sich keiner“, schreibt der Kicker. Der Nagel, der das Bein des Bundesligarekordspielers zusammenhält, wird es ins Vereinsmuseum schaffen.

In Köln fließen am 05. Mai 1990 Tränen des Abschieds. Thomas Häßler absolviert beim 2:0 gegen den HSV sein letztes Heimspiel vor dem Wechsel nach Turin. Die Mitspieler singen das Kölsche Lied von den echten Freunden, die zusammenstehen und „Icke“ beteuert: „Das ist gleichzeitig der schönste und schwerste Tag meines Lebens.“ Zumindest einen schöneren wird er 1990 noch erleben – im WM-Finale von Rom.

Assauer, Schalke, Fans
Malocher, Macho, Manager! Schalke-Fans ehren 2019 den verstorbenen Rudi Assauer! Copyright: imago images / DeFodi

05. Mai 1991: Pay-TV-Sender Premiere überträgt HSV gegen Bayern live

Bayern, HSV
Premiere überträgt 1991 live, als Jan Furtok (HSV, re.) auf Roland Grahammer (Bayern) trifft. Copyright: imago images / Kicker/Liedel

Erstmals wird 1991 der Nord-Süd-Gipfel HSV gegen Bayern live übertragen. Der Pay-TV-Sender Premiere sichert sich 1991 die Rechte an dem Sonntagspiel und kann sich beglückwünschen – es ist eine gute Wahl. Ein Drama mit einem Ende, das nicht allen gefällt: Bis zur 87. Minute führt der HSV mit 2:1, dann drehen Treffer von Olaf Thon und Stefan Reuter die Partie zugunsten von Jupp Heynckes‘ Bayern. Der HSV tröstet sich mit den Einnahmegeldern: 1,35 Millionen DM aus dem Ticketverkauf und 350.000 DM vom Fernsehen. Relationen, die sich bald ändern werden.

Der erste Absteiger 2000/01 steht nach dem 32. Spieltag fest. Selbst die spektakuläre Rückkehr des bewährten Retters Rolf Schafstall, der im Januar mit 63 Jahren wieder eingestiegen ist, hilft dem VfL Bochum nicht. Nach dem 0:3 in Frankfurt sind alle Rechenspiele obsolet. „Ich bin sehr traurig, dass dies zum ersten Mal mir und zum vierten Mal dem VfL Bochum passiert ist“, sagt der Trainer vor seinem endgültigen Ruhestand.

Borussia Mönchengladbach holt am 05. Mai 2007 gegen den noch amtierenden Meister Bayern München einen Punkt (1:1). Wird aber doch bestraft – mit dem zweiten Abstieg.

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05. Mai 2019: Schalke gedenkt mit Choreographie Rudi Assauer

Köln unterliegt Bayern mit 1:4 und besiegelt den Abstieg. Krawall-Fans lassen daraufhin „Dampf“ ab... Copyright: imago images / Eduard Bopp

Dicke Luft in Köln 2012! Beim letzten Saisonspiel steigt schwarzer Rauch in Müngersdorf auf, Fans lassen aus Frust über den fünften Abstieg der „Geißböcke“ buchstäblich Dampf ab. Die Südtribüne ist eine einzige schwarze Wand, Krawallmacher versuchen den Platz zu stürmen und werden von der Polizei gestoppt. Auslöser: Die Bayern schießen den 1. FC mit einem 4:1 zurück in die 2.Liga, zur Freude von Hertha BSC, die an Köln vorbeizieht und sich durch ein 3:1 gegen Hoffenheim auf den Relegationsplatz rettet. Es ist das letzte Spiel im Kölner Dress für Lukas Podolski, der zum Abschied schon zum dritten Mal mit seinem EFFZEH absteigt.

Am selben Tag stellt der schon feststehende Meister von 2012, Borussia Dortmund, durch ein 4:1 gegen Freiburg einen Punkterekord (81) auf. Zudem ist die Klopp-Elf 28 Spiele ungeschlagen – Vereinsrekord.

Im vorletzten Saisonheimspiel von Schalke 04 gegen Augsburg 2019 gedenkt der Verein mit einer imponierenden Choreographie dem Mann, der für den Bau des neuen Stadions und mancherlei Sternstunden wie dem Gewinn des Uefa-Pokals verantwortlich gewesen ist: Ex-Manager Rudi Assauer, der am 6. Februar 2019 verstorben war.

Am selben Tag kommt es in Leverkusen zu einem kuriosen Ergebnis. Bayer 04 schlägt die Frankfurter Eintracht mit 6:1 – so steht es schon zur Halbzeit. Damit stellt die Werkself den Bundesligarekord für die meisten Tore in der ersten Spielhälfte ein, während die Eintracht nie so viele Tore vor dem Pausentee bekommen hat.

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